Moscow Mule

Moscow Mule

Moscow Mule darf man getrost als eine der Ursachen für die immer größer werdende Beliebtheit von Wodka in den USA nach dem Zweiten Weltkrieg bezeichnen. Getrunken wird der Moscow Mule als Starter in eine rauschende Party oder als ständiger Begleiter durch die Nacht. Moscow Mule ist ein Highball unter den Bargetränken und durchaus verwandt mit den klassischen Longdrinks. Highballs bringen übrigens neben der Spirituose als Basis, einen vergleichsweise großen Anteil an alkoholfreien Zutaten mit und – wenn überhaupt vorhanden – nur eine bescheidene Deko.

Moscow Mule Zutaten

4.5 cl Wodka

12 cl Ginger Beer

0.5 cl Limettensaft (frisch gepresst)

Eiswürfel

1 Limettenscheibe zur Dekoration

In den 40er Jahren sollen sich ein Manager einer Spirituosenfirma und ein Gastronom in Los Angeles getroffen haben, wobei der Gastronom sich beklagte, dass niemand seine Vorräte an selbst kreierter Ingwerlimonade haben wollte und der Manager sich wunderte, dass die Amerikaner lieber Whiskey tranken und seinen Wodka eher links liegen ließen. Wie passend war es doch da, als sich zu diesen beiden noch eine russische Emigrantin gesellte, die auf einem großen Berg von Kupferbechern saß. Schnell wurde aus der Not eine Tugend gemacht, sofern man bei einem alkoholischen Mixgetränk von Tugend sprechen darf, das Ganze mit Limettensaft abgerundet und fertig ist die Story.

Moscow Mule Rezept

In den letzten Jahren erfreute sich der Moscow Mule auch oder gerade in Deutschland immer größerer Beliebtheit, sei es seiner Spitzigkeit wegen oder aufgrund des außerordentlich aromatischen Geschmacks, der mit einer gewissen scharfen Süße in keiner Bar fehlen sollte. Es soll sogar zwischenzeitlich Bars geben, die das Ginger Beer als eines der wichtigsten Bestandteile des Moscow Mule, sogar zapfen, da dieser Drink immer öfter verlangt wird. Das mag daran liegen, dass gerade das Ginger Beer heute praktisch überall in ausreichenden Mengen und in guten Qualitäten verfügbar ist, während noch vor wenigen Jahren die große Mehrheit der Bevölkerung noch nie etwas davon gehört hat, oder aber weil der Moscow Mule einfach nur klasse schmeckt. Dabei ist es nicht so sehr der Wodka, der dem Moscow Mule sein Gesicht verleiht, sondern eher eben das Ginger Beer, das eigentlich eine Gingerlimonade ist und deshalb auch oft der Einfachheit halber durch Ginger Ale ersetzt wird.

Getrunken wird Moscow Mule übrigens traditionell aus einem Kupferbecher, angeblich nach russischem Rezept.

Und so mixt man ihn – den Moscow Mule

Moscow Mule Becher

Um bei Bedarf aus dem Moscow Mule einen Münchner Esel oder auch Munich Mule zu machen, hat man dann noch ein wenig Gin und Gurkenstückchen parat, aber bleiben wir zunächst bei den Moskauern.

Liegt alles bereit? Ist das Glas oder der passende Moskow Mule Becher vorgekühlt? Dann kann es losgehen.
Als Erstes schneidet man die Limettenhälfte in 4 gleich große Stückchen und gibt sie in das Gefäß. Mit einem Stößel werden diese kleinen Stücke dann ordentlich zerdrückt.

Jetzt füllt man das Glas mit den Eiswürfeln oder besser dem Crushed Ice bis zur Oberkante auf und gibt danach erst den Wodka dazu. Im Glas sollte jetzt noch genügen Platz für das Ginger Beer oder die Ingwerlimonade sein. Fertig! Servieren kann man es dabei mit oder ohne Strohhalm.

Ob ein Glas oder ein Moskow Mule Becher verwendet wird, ist dabei völlig gleichgültig, dem Geschmack tut weder das eine noch das andere einen Abbruch. Cooler scheint indes natürlich der Kupferbecher zu sein. Viel wichtiger als das Trinkgefäß ist allerdings die Qualität der Zutaten.

Das Rezept Moscow Mule im Zutatencheck

Der Wodka hat zwar nur einen geringen Einfluss auf den Geschmack des Moscow Mule, doch sollte hier nicht unbedingt der erstbeste Discountwodka verwendet werden. Der Klassiker für diesen Drink ist ganz sicher Smirnoff Wodka, ist dieser doch seit jeher mit Moscow Mule in Verbindung zu bringen. Smirnoff Wodka ist dreifach destilliert, berühmt durch seine Holzkohlefiltration und dadurch besonders rein, klar und mild im Geschmack. Smirnoff Wodka muss sich nicht hinter den teuren Spitzenwodkas dieser Welt verstecken. Eine sehr gute Alternative zu Smirnoff bietet Russian Standard Platinum, dessen Rezept angeblich durch den Zaren beauftragt von dem Wissenschaftler Dimitrij Mendeljew entwickelt wurde. Russian Standard Platinum wird sogar achtfach destilliert und durchläuft ein langwieriges Silberfiltrationsverfahren, wodurch ein besonders weicher Wodka gewonnen wird.

 

Wofür man sich letztlich entscheidet, bestimmt natürlich der individuelle Geschmack.
Beim Ginger Beer gibt es eigentlich keine wirkliche Alternative zu dem Old Jamaica Ginger Beer. Warum? Das Old Jamaica Ginger Beer erfährt während seiner Herstellung tatsächlich eine Fermentierung, bei welcher man eine Verwandtschaft zum Brauen erkennen kann. Sicherlich ist das auch einer der Hauptgründe, warum echtes Ginger Beer deutlich kräftiger im Geschmack ist, als einfaches Ginger Ale. Bei Old Jamaica Ginger Beer halten sich Süße und Schärfe wunderbar die Waage. Eine perfekte Zutat für einen Moscow Mule Rezept.

Die verwendeten Limetten sollten aus biologischem Anbau stammen und selbstverständlich gewaschen sein. Dann macht man mit den frischgrünen kleinen Schwestern der Limonen kaum etwas falsch.
Ach so, wie war das noch mit den Gurken? Nein, die brauchen nur Münchner Esel. Zum Wohl.
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