Bordeaux-Weine – Französische Qualitätsweine mit ausgezeichnetem Ruf

Das wohl bekannteste Weinbaugebiet Frankreichs, vielleicht sogar weltweit, ist das Bordeauxgebiet. Doch es ist nicht nur die Bezeichnung für einen Wein, sondern auch der Name einer Stadt und einer Region. Weinkenner verbinden mit dem Namen dieses Gebietes exzellente Rotweine. Das Bordeauxweinbaugebiet weist eine breite Palette an Terroir und Rebsorten auf. Aushängeschilder des Bordeauxgebietes sind natürlich die fruchtigen und sortenreinen Merlots und die roten Assemblagen aus Merlot, Cabernet franc und Cabernet Sauvignon.

Die bekannten Bordeauxweine sind qualitativ absolut hochwertig und weltberühmt. Die Qualität dieser Weine ist nicht ohne Grund unschlagbar. Das Klassifizierungssystem ist sehr ausgeklügelt und hat nicht nur das Niveau der Weine erhöht, sondern auch zum Prestige und Ansehen der Weine beigetragen. Bordeauxweine, die die Kategorie Premier Grand Cru Classé erreichen, die Bordeaux-Auslese, erzielten nicht umsonst Spitzenpreise.

Die Mehrheit dieser Weine, rund 80 bis 85 Prozent, sind Rotweine. Der Rest entfällt auf Weißweine und Schaumweine. Dies sind viele Liter Wein: Im Bordeaux entstehe auf etwa 121.000 Hektar etwa 6 Millionen Hektoliter pro Jahr Wein. Der größte Teil davon sind Qualitätsweine.

Bordeaux-Temperatur: Wie wird ein Bordeauxwein getrunken?

Die klassischen Rotweine aus dem Bordeaux sollten etwa bei 16 bis 18 Grad Celsius serviert werden. Dies gilt selbstverständlich nicht für die Weiß- und Schaumweine aus diesem Gebiet. Diese Rotweine weisen einen Alkoholgehalt von 12,5 bis 14 Volumenprozent auf. Der Bordeaux-Alkoholgehalt ist auch in den letzten Jahren angestiegen. Im Bordeaux ist der Prozent oftmals durch Verbesserung und Technologiefortschritt in der Herstellung gestiegen.

Wein Bordeaux

Die aus dieser berühmtesten Weinbauregion Frankreichs stammenden Rotweine werden vorzugsweise aus einem Bordeaux-Glas getrunken. Das ist ein großvolumiges Glas mit einem Bauch. Der Kelch wird schmäler nach oben, was dazu führt, dass die Aromastoffe besser im Glas behalten werden können. Diese Art von Gläsern eignet sich für alkoholstarke und tanninbetonte Rotweine, wie es für die Rotweine aus dem Bordeaux typisch ist.

Die verschiedenen Weine aus dem Bordeaux

Médoc kann als Kernregion des Weinanbaugebiets des Bordeaux bezeichnet werden. Dort entstehen rund eine Million Hektoliter Wein pro Jahr. Von den südlich gelegenen Weingärten im Haut-Médoc stammen Spitzenweine von Weltrang, wie Margaux oder Saint-Estèphe.

Graves ist eine weitere Region des Bordeaux. Dort liegen auch die berühmten und sehr alten Weingüter Château Haut-Brion und Château Pape-Clément. In Graves werden mehrheitlich rote Weine angebaut. Aber auch die Liebhaber von Weißweinen sollten den Bordeaux-Trocken aus Graves einmal probieren. Ebenfalls der Sauternes stammt von dort. Weltruhm unter den Weinkennern hat auch ein Dessertwein aus Graves, der Sauternes-Barsac, erlangt. Er ist eine Bordeaux-Spätlese, ein edelsüßer Weißwein, der auch als Auslese, als Premier-Cru, erhältlich ist.

Weine

Die Region, die als Rive Droite bekannt ist, gehört zum größten Weinbaugebiet im Bordeaux. Von dort stammen die prestigeträchtigen Weine Saint-Émilion und Pomerol. In dieser Region werden verschiedene Rebsorten angebaut. Aus diesem Grund sind die Weine aus Rive Droite für ihre Verschnitte, den so genannten Rotwein-Assemblagen, bekannt. Weißwein-Assemblagen dagegen stammen aus Entre-Deux-Mers.

Bei Weinen aus dem Bordeaux haben Weinliebhaber und solche, die es werden wollen, die Qual der Wahl. Ob die klassische Rotwein-Mischung, die edelsüßen Sauternes oder trockene Weißweine: Für jeden Geschmack ist etwas dabei.

Wie lange kann man Weine aus dem Bordeaux lagern?

Es gibt Bordeaux-Weine aus sehr guten Châteaux mit den Spitzenjahrgängen 1947 oder 1961, die auch heute noch einen hohen Genuss versprechen. Auch Spitzenweine aus diesem Gebiet von 1982, 1990 und 2000 sowie vereinzelte mit den Jahrgängen 1989 und 2005 werden zu dieser Kategorie gezählt und können lange Zeit gelagert werden. Grundsätzlich kann gesagt werden, dass Rotweine mit vielen Geschmackstoffen, Phenolen und Tannin meist viele Jahre haltbar sind. das ist bei den Rotweinen aus dem Bordeaux meist der Fall.

Rotweine aus der Rebsorte Cabernet Sauvignon weisen einen hohen Gehalt von Tannin auf. Die bekannten und berühmten Weine aus dem Bordeaux werden zudem in Eichenfässern gelagert. Auch diese geben Tannin an den Wein ab und führen zu einem hohen Tanningehalt des Weines. Dies verbessert die Lagerfähigkeit des Weines zusätzlich. Gute Bordeauxweine haben ein Reifepotenzial von 10 bis 15 Jahren. Bordeauxweine aus schwächeren Jahren sind früher trinkbereit.

Fazit: Bei Bordeauxweinen ist für jeden Geschmack etwas dabei

Es gibt nicht nur einen typischen Bordeaux-Geschmack. Denn Bordeauxweine umfassen mehr als die bekannten, geschmackvollen und eher schweren Rotweine. Es gibt ebenfalls Dessertweine mit dem Prädikat Premier-Cru. Für die Liebhaber von Bordeaux-Halbtrocken sind die Merlots sehr zu empfehlen. Auch zum Kochen können Bordeauxweine hervorragend verwendet werden. Für einige Rezepte, wie beispielsweise die Bordeaux-Soße, sind Weine aus dem Bordeaux-Gebiet sogar unabdingbar. Dabei schlagen 100 ml Bordeaux mit Kalorien von etwa 80 zu Buche.

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