Cointreau – den französischen Likör-Klassiker pur und als Cocktail genießen

Cointreau

Was ist Cointreau?

Cointreau (Aussprache: kwahn-troh) ist ein traditioneller französischer Likör, der aus Orangenschalen hergestellt wird. Neben dem klassischen Cointreau gibt es mittlerweile zwei weitere Varianten des beliebten Likörs, die aus unterschiedlichen Orangenschalen komponiert werden. Der Likör gehört zur Gruppe der so genannten Curaçaos. Darunter werden Liköre mit Orangengeschmack zusammengefasst. Der Name entstand in Anlehnung an die niederländische Insel Curaçao, die vor Venezuela liegt.

Als klassischer Cointreau wird der Triple Sec mit weißem Etikett bezeichnet. Triple Sec werden dabei Curaçao-Liköre genannt, die einen höheren Alkoholgehalt aufweisen. Die Marke Cointreau gehört zur französischen Unternehmensgruppe Rémy Cointreau, die noch andere Spirituosen vertreibt.

Cointreau Ersatz

Als Cointreau Ersatz können die Orangenliköre anderer Hersteller dienen. Viele große Likörhersteller wie Bols, Marie Brizard, De Kuyper oder Giffard haben heute Curaçao- und auch Triple-Sec-Liköre im Programm, in ganz verschiedenen Farben und Geschmacksrichtungen. Zu den Triple Secs zählen neben dem Cointreau etwa auch Grand Marnier Triple Sec oder der Pierre Ferrand Dry Curaçao. Letztgenannter erhielt 2013 den Mixology Bar Award als “Spirituose des Jahres”. Zusätzlich gibt es heute viele preiswerte Kopien des Orangenlikörs unter verschiedenen Handelsmarken.
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Entstehungsgeschichte

Die beiden französischen Brüder Adolphe und Edouard-Jean Cointreau eröffneten bereits 1849 in Angers ihre erste Destillerie. Im Jahr 1875 ging das junge Unternehmen mit Edouard Cointreau Junior an die nächste Generation über. Seinem Erfindergeist ist der berühmte Likör ebenso zu verdanken wie die charakteristische eckige Flasche aus braunem Glas, in die der Likör bis heute abgefüllt wird. Eine erste Prämierung als bester Likör erhielt sein Produkt schon zur Weltausstellung 1878 in Paris. Sieben Jahre später ließ der pfiffige Unternehmer den Markennamen schützen.

Cointreau war auch einer der ersten überhaupt, der seinen Likör mit modernen Methoden bewarb. Schon kurz nachdem der französische Filmpionier Lumière seine ersten Bewegtbilder dem staunenden Publikum präsentiert hatte, ließ Cointreau einen ersten Werbespot für seinen Orangenlikör produzieren. 1898 beauftragte der Unternehmer dann den italienischen Plakatmaler Nicolas Tamagno damit, ein Maskottchen für sein Unternehmens zu gestalten. So entstand der “Pierrot”, der 50 Jahre lang das Gesicht der Marke bleiben sollte und den Likör einem noch größeren Publikum bekannt machte.

In den 1950er und 1960er Jahre machten Cointreaus Enkel den Likör zu einem weltweiten Produkt und expandierten in viele Märkte. 1990 fusionierte die Traditionsfirma mit dem Familienunternehmen Rémy Martin. So entstand die heutige Unternehmensgruppe Rémy Cointreau.

Cointreau Zubereitung und Cointreau Inhaltsstoffe

Für die Cointreau Zubereitung nach traditionellem Verfahren werden getrocknete Schalen gewöhnlicher Orangen, von Bitterorangen oder echten Laraha (Pomeranzen, die auf Curaçao wachsen) in Alkohol eingelegt. Bei diesem Verfahren werden die Aromen aus den Schalen herauslöst. Weitere Cointreau Inhaltsstoffe sind andere Zitrusfrüchte sowie Gewürze und Aromen beigemischt. So erklären sich auch die teilweise recht unterschiedlichen Geschmacksrichtungen verschiedener Curaçao-Liköre. Bei der Cointreau Herstellung ist auch die Beigabe von Aromastoffen zulässig. Abschließend füllt der Hersteller das so genannte Mazerat mit Alkohol, Zucker und Wasser auf und vermischt diese Zutaten zum endgültigen Likör. Damit ist die Cointreau Herstellung abgeschlossen. Die Cointreau Farbe ist normalerweise klar. Gibt man aber Wasser oder Eiswürfel hinzu, wechselt seine Farbe ins Opal.

Der Cointreau und sein Alkoholgehalt

Die EU-Spirituosenverordnung fordert für Liköre einen Mindest-Zuckergehalt von 100 Gramm pro Liter. Bei Orangenlikören liegt der Zuckergehalt aber meist deutlich höher, oft bei mehr als 250 Gramm pro Liter. Der Alkoholgehalt muss laut der Verordnung bei mindestens 15 Prozent vol. liegen. Allerdings enthalten Curaçaos zumeist mehr als 20 Volumenprozent Alkohol. Orangenliköre mit 30 Prozent und darüber heißen oft “Triple Sec”. Der Begriff kommt aus dem Französischen und bedeutet “dreifach trocken”. Alternativ wird mitunter der Begriff “triple orange” verwendet, der das gleiche ausdrückt. Manchmal findet man auch die Bezeichnungen “dry orange” oder “red orange” auf der Flasche. Das sind aber keine anerkannten Qualitätsmerkmale, sie sind lediglich als Hinweis auf den Geschmack oder die Farbe zu interpretieren.
Der Cointreau Alkoholgehalt hängt von der Sorte ab: So enthalten der klassische Cointreau 40 Prozent Alkohol, während der BLOOD ORANGE auf 30 Prozent kommt.

Zur Cointreau Haltbarkeit ist folgendes zu sagen: Der hohe Zuckeranteil hat bei Likören eine konservierende Wirkung, die Liköre können also im Grunde nicht verderben. Deshalb findet man auf den Flaschen in der Regel auch kein Mindesthaltbarkeitsdatum. Ist die Flasche aber schon offen, wird der Alkohol nach und nach verdunsten und sich so der Geschmack des Likörs auf die Dauer verändern. Bevor Sie den Likör also Ihren Gästen servieren, sollten Sie einen Probeschluck nehmen.

Wie trinkt man Cointreau?

Curaçao-Liköre wie der Cointreau sind häufig als Zutat für Mixgetränke zu finden. Vor allem die hochprozentigeren Triple Secs werden zum Teil aber auch pur und “on the rocks” genossen. Zum Verdünnen eignen sich etwa Pampelmusen- oder Orangensaft. Eine gute Alternative sind zudem kohlensäurehaltige Getränke wie Soda oder Tonic Water. Echte Cointreau-Kenner “verdünnen” am liebsten mit Eiswürfeln.

Die ideale Trinktemperatur beträgt vier bis sechs Grad. Bei dieser Temperatur hat der Likör das reichhaltigste und zarteste Aroma sowie einen besonders weichen und angenehmen Geschmack.
Cointreau eignet sich sowohl als Aperitif, als auch als Digestif. Cointreau wird unverdünnt in Likör- oder Cognacgläsern gereicht.

4 Rezepte für Cointreau Cocktails

Es gibt heute eine Vielzahl von Cointreau Cocktails – hier nur eine kleine Auswahl wohlschmeckender Cointreau Rezepte:

WHITE LADY

Die White Lady ist ein echter Klassiker, schmeckt erfrischend und passt ideal für Ihre nächste Party.

Zutaten:
2 cl Zitronensaft
2 cl Cointreau
4 cl Gin

Cointreau White Lady

Zubereitung:
Cointreau, Gin und Zitronensaft zusammen mit Eiswürfeln in den Shaker geben und gut schütteln.
Drink in eine passende Cocktailschale seihen und mit einem Strohhalm servieren.

MEXICAN SUNSET

Der Mexican Sunset ist ein säuerlicher Cocktail mit fruchtigem Geschmack und tollem Look.

Zutaten:
2 cl Tequila
2 cl Cointreau
1 cl Mandelsirup
1 cl Zitronensaft
3 cl Orangensaft
Eine Orangenscheibe

Zubereitung:
Tequila, Cointreau, Mandelsirup, Zitronensaft, Orangensaft zusammen mit Eis in einen Shaker geben und gut durchschütteln. Anschließend in ein Tumblerglas füllen, mit einer Zitronenscheibe garnieren und servieren.

WAIKIKI BEACHCOMBER

Süßer Cocktail, der `BCr eine Sommerparty eignet und echtes Karibikfeeling entstehen lässt. Ansprechende Blutorangenfarbe!

Zutaten:
3 cl Gin
3 cl Cointreau
1 Schuss Cranberrysirup
1/8 Liter Ananassaft

Zubereitung:
Cointreau, Gin und Cranberrysirup gemeinsam mit fünf bis sechs Eiswürfeln in einen Shaker geben und gut schütteln. Jetzt durch ein Barsieb in ein gekühltes Glas mit frischen Eiswürfeln seihen. Anschließend mit Wasser auffüllen, dann mit Minze und Strohhalm garnieren.

IRISH KISS
Der Irish Kiss ist eine wohlschmeckende Variante des Klassikers Irish Coffee. Dank des enthaltenen Baileys ist er besonders cremig.

Zutaten:
4 cl Cointreau
4 cl Baileys
2 cl Kaffeelikör
4 cl Milch
3 Eiswürfel

Cointreau Irish Kiss

Zubereitung:
Cointreau, Baileys und Kaffeelikör zusammen kalter Milch und Eiswürfeln in einen Shaker geben und gut durchschütteln. Anschließend in ein passendes Cocktailglas mit frischen Eiswürfeln seihen. Jetzt noch mit Milchschaum und Zimt garnieren und servieren.

Fazit – Traditionslikör mit vielen Facetten

Der Traditionslikör in der markanten braunen Flasche gehört zu den ganz großen Klassikern seiner Gattung. Man genießt ihn pur “on the rocks”, er verleiht aber auch seit Jahrzehnten vielen Cocktails seine markante orangenbittere Note. Vermutlich hatten auch Sie in Cocktailform schon einmal Kontakt mit dem hochprozentigen Likör, ohne es zu wissen. Falls nicht, sollten Sie das unbedingt nachholen. Pur ist die Cointreau Farbe weiß, erst durch Zugabe von Eiswürfeln oder Wasser wechselt die Farbe ins Opal. Die Cointreau Haltbarkeit ist aufgrund des hohen Zuckeranteils nahezu unbegrenzt.

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