Garnacha – die edle Traube

Garnacha am Kamin

Der Rotwein gehört zu Spanien wie der legendäre Jamón, der Schinken, der aus dem Land auf der iberischen Halbinsel stammt. Die Garnacha gehört zu den wichtigsten roten Rebsorten des Landes. Sie überzeugt Jahr für Jahr Weinkenner aus der ganzen Welt und steht für einen edlen Wein. Die Garnacha trägt zahlreiche Namen, denn in Frankreich wird sie auch als Grenache und in Sardinien als Cannonau bezeichnet. In Spanien ist sie unterdessen auch als Garnatxa bekannt. Die Geschichte der Rebsorte ist interessant – auch weil sie nicht gänzlich geklärt ist.

Die Geschichte des Weines

Es gibt vor allem zwei Theorien, welche rund um die Herkunft der Rebsorte viel Beachtung finden. Eine Möglichkeit ist, dass sie aus Spanien kommt, die andere, dass sie ihren Ursprung in Sardinien hatte. Dieses gehörte lange Zeit zum spanischen Herkunftsgebiet. Am wahrscheinlichsten ist wohl, dass spanische Weinliebhaber die Rebsorte in Sardinien anbauten und dann mit nach Spanien nahmen. Ein wenig geheimnisvoll ist die edle Traube also, was womöglich auch etwas zu ihrem Kultstatus beigetragen hat. Bei einer solchen Rebsorte will jede Region, die in Frage kommt, als Herkunftsort gelten.

Klar ist, dass die Garnacha zeitgleich ab dem 16. Jahrhundert in mehreren Regionen erwähnt wurde, allerdings ihren Ursprung wohl nicht in Frankreich fand. Auf Sardinien ist die Rebsorte noch heute die wichtigste.

Garnacha Auslese und Produktion

Heute ist die Rebsorte vor allem rund um Madrid und Méntrida zu einer der wichtigsten geworden. Insgesamt stellt sie in Spanien die dritthäufigste Rebsorte dar, die angebaut wird. Sie kommt auch im Nordosten und Norden von Spanien vor. Die Garnacha gehört zu den klassischen Sorten der Rioja und findet vor allem in der Rioja Baja Verwendung. Außerdem spielt sie eine wichtige Rolle bei den ein oder anderen hochwertigen Cuvées. In Frankreich bereichert die Garnacha viele verschiedene Weine des Südens. Auch im Rest der Welt hat sie sich einen solch guten Ruf erarbeitet, dass sie auch in Südafrika, Kalifornien und Australien verwendet wird. Dort zumeist zusammen mit Monastrell und Syrah als GSM-Cuvées. Weltweit werden insgesamt rund 160.000 Hektar Garnacha angebaut – für Garnacha Spätlese und die klassische Auslese. In Spanien sind es 70.000 Hektar.

Die wichtigsten Anbaugebiete in Spanien:

  • Rioja
  • Priorat
  • Tarragona
  • La Mancha
  • Ribera del Duero

garnacha

Garnacha Geschmack und Aroma

Garnacha Trocken und Garnacha Halbtrocken sind die beliebtesten Sorten. Die Rebsorte sorgt für einen dichten Körper des Weins und reiche Beerentöne. Der rote Tropfen überzeugt mit Fruchtigkeit und Vielfältigkeit. Schwarze Johannisbeere und auch Kirsche, Brombeere, Pflaume und süße Feigen sind allgegenwärtig. Die reichen Frucht-Einflüsse werden mit einer charmanten Würze von Kräutern ergänzt. In einem richtig guten Garnacha Wein sind auch Noten von Zimt, Pfeffer und Kaffee zu schmecken. Die Säure ist eher zurückhaltend. Der fruchtige und saftige Charakter macht den Wein zu einem besonders edlen und qualitativ guten.

Die Garnacha Weine bringen den großen Vorteil mit, dass sie sich gut mit vielen Geschmäckern vereinen lassen. Das macht sie auch zu einem idealen Begleiter von Speisen. Beim Genuss von Rind, Lamm und Geflügel passt der Wein ideal. Auch zum Schinken und zum Käse kann ein solcher Wein ideal gereicht werden. Garnacha Soße ist in vielen guten Küchen der Welt ein wichtiger Bestandteil des ein oder anderen Gerichts.

Garnacha Kalorien und Garnacha Prozent

Die Garnacha sorgt für einen Kaloriengehalt von rund 80 kcal pro 100 ml. Das ist etwas mehr als bei einigen anderen Weinen, allerdings nicht viel. Der Garnacha Alkoholgehalt kann leicht variieren – so viel ist klar. Mindestens hat ein Garnacha Wein allerdings 13 Prozent. Bei einigen Weinen kann der Wert bis zu 15,5 Prozent ansteigen. Werte, die für gute Rotweine recht typisch sind.

Den Garnacha Wein richtig lagern

Die Garnacha Weine sollten kühl gelagert werden, wie es bei anderen Rotweinen auch der Fall ist. So ist er sehr lange haltbar. Die ideale Garnacha Temperatur zum Trinken liegt hingegen bei 12 bis 14 Grad Celsius. Bei einem Garnacha Glas kann der Wein so sein ganzes Aroma entfalten.

Fazit: die edle Traube

Um die Herkunft der Garnacha ranken sich viel Mythen und verschiedene Geschichten. Eines ist aber klar: Es handelt sich um eine edle Traube, die für Weine sorgt, die auf der ganzen Welt viele Fans gefunden haben. In Spanien gehört die Rebsorte zu den wichtigsten überhaupt und hat eine dementsprechende Bedeutung in der Szene. Auch in Frankreich und Italien spielt die Garnacha eine große Rolle. Die Weine bestechen auch durch ihre Vielseitigkeit. Sie passen zu vielen Speisen und sind in guten Küchen auf der ganzen Welt zu Hause. Die edle Traube ist unter Weinkennern auch deswegen nicht mehr wegzudenken.

© ASK-Fotografie, Семен Саливанчук – stock.adobe.com

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