Pale Ale

Vor dem 15. Jahrhundert bezeichnete Ale in England ein ziemlich trauriges Getränk ohne Hopfen. Es dauerte ein paar Jahrzehnte, bis auch die Alebrauer dem Hopfen eine Chance gaben und begannen, ihre Flüssigkeiten damit aufzupeppen. Dann aber gab es kein Halten mehr. Von England aus trat Ale in den Kolonialzeiten seinen großen Siegeszug um die Welt an.

Besonders in den USA und Australien hat es sich felsenfest etabliert und wird so bis heute nicht nur auf der Insel gerne getrunken. Im Laufe der Jahre kamen immer wieder neue Sorten davon auf den Markt. Eine Vielfalt, die den Genießer genau so freut wie den Einsteiger. Wer genau wissen will, was er da trinkt und probiert, erhält in unserem Portal einen guten Einblick in die flüssige Welt. Nicht nur Biersorten wie Pale Ale, sondern auch das dazu passende Glas Wein für die Dame des Abends lassen sich so gezielt aussuchen.

Pale Ale – der leichte fruchtige Bitter

Hier in Deutschland bestellt man ein Bitter, wenn einem der Sinn nach einem kräftigeren Bier steht. Pale Ale ist kurz gesagt ein helles obergäriges Bier. Relativ mild ist Pale Ale ein beliebter Einstieg in die vielseitige Bierwelt und der ungeübte Gaumen wird nicht ganz so sehr geschockt. Das verwendete helle Malz und die daraus resultierende Farbe war auch der Namensgeber des Pale Ale. Frei übersetzt aus dem Englischen handelt es sich hier um “blasses oder bleiches Ale”.

In den 80er Jahren des 18. Jahrhunderts, als der Begriff entstand, wurde das Malz noch mit Koks getrocknet. Über einem Koksfeuer geröstetes Malz erreicht eine hellere Farbe als das Malz über dem üblichen Holzfeuer. Bei warmen Temperaturen zwischen 15, 20 und in Ausnahmefällen sogar auch 35°C wird der Inhaltsstoff obergärig vergoren. Außer Gerstenmalz werden auch andere Malzsorten wie Roggen oder Weizen für die Pale Ale Herstellung verwendet. Das Ale ist ein leichter Bitter und dennoch ist das Verhältnis von Hopfen und Malz durchaus ausbalanciert.

Pale Ale Bier

Ein exaktes Pale Ale Rezept verrät kein Brauer. Entscheidenden Einfluss auf den Alkoholgehalt des Bieres hat die Stammwürze. Bei Pale Ale liegt sie bei 16 bis 18 Prozent. Die Stammwürze, also der Nährstoffgehalt eines Bieres, wird noch vor dem Einsetzen des Gärungsprozesses gemessen. Sie enthält das Malzkorn, welches während des Mischvorganges verzuckert wird sowie die dabei freigesetzten Extrakte wie Aminosäuren, Eiweiße und Vitamine. Der Pale Ale Alkoholgehalt bewegt sich dann letztlich um die 5 bis 8 Pale Ale Prozent vol.

Die Kennzahl des Bitterstoffgehaltes (IBU-Wert) liegt bei 15 bis 45 IBU, so dass von einem “milden Bitter” die Rede sein kann, an welches sich auch ungeübte Gaumen gewöhnen können. Um die Pale Ale Haltbarkeit zu verlängern, damit es die langen Überfahrten in die Kolonialgebiete besser überstehen konnte, entstand später durch die Erhöhung des Hopfengehaltes das India Pale Ale. Beide Ales sollten nicht verwechselt werden, da India Pale Ale (IPA) ein etwas höheres Hopfenprofil hat und dadurch intensiver schmeckt.

Viel Geschmack mit Pale Ale Sorten

Den Geruch, der vom Pale Ale Glas aufsteigt, wenn man es an die Lippen führt, erfährt man als eine Mischung aus Grapefruit und Juicy Fruit Gum. Das Bier hat einen hopfenaromatischen Charakter gepaart mit leichter Zitrusfrische und wie jeder Bitter in der Regel wenig Kohlensäure. Kann es beim ersten Versuch noch etwas zu herb sein, so gewöhnt man sich dennoch schnell daran und viele Brauereien haben mittlerweile die Massentauglichkeit des Pale Ale Englisch erkannt. Es ist in vielen Sorten erhältlich und etliche Eigenkreationen davon sind auf dem Markt.

Pale Ale Biere ZweiGrundsätzlich jedoch gibt es neun Typen, wovon das India Pale Ale bereits angesprochen wurde. Sie alle: American Pale Ale, Bière de garde, Blonde, Burton Pale Ale, English Bitter, India Pale Ale (IPA), Strong Pale Ale, Scotch Ale und Mild Ale wurden auf der Grundlage der Pale Ale Inhaltsstoffe in verschiedenen Ländern weiterentwickelt. Für genauere Informationen zu weiteren Bieren und Getränken aller Art steht eine Suchmaschine zur Verfügung.

Pale Ale Fazit

Mit ca. 50 kcal (Pale Ale Kalorien) auf 100 ml handelt es sich bei Pale Ale um ein leichteres bitteres Bier, welches sich für Einsteiger hervorragend eignet. Die fruchtige Note in Verbindung mit der ausgewogenen Zugabe von Hopfen und Malz machen es zu einem beliebtenCraft Bier, was auf geschmacklich hohem Niveau den Durst löscht. Charakteristisch ist die helle Farbe des Ale; leicht trüb im Glas passt es hervorragend zu Apfelkuchen und Braten. Außerdem schmeckt es auch an jedem Grill zu Steak oder Rostbratwurst. Die Verwendung von spezieller obergäriger Hefe und der dazugegebene Hopfen macht das Bier zu einer außergewöhnlichen Spezialität. Aussehen mag es wie Pils, aber am Geschmack kann man die Einzigartigkeit von Pale Ale erkennen.

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