Das Roggenbier – ein herzhafter Genuss

Zwei Roggenbier

Roggenbier ist aufgrund seines malzigen und trotzdem milden Aromas beliebt. Es wird gerne beim Verzehr deftiger Speisen genossen. In diesem Beitrag erhalten Sie einen Überblick über die wichtigsten Eigenschaften jener Biersorte.

Die wichtigsten Eigenschaften auf einen Blick

Mit herkömmlichen Bieren ist das Roggenbier nur schwer zu vergleichen. Denn Letzteres ist zumeist obergärig und dunkel. Vergoren wird es in der Regel mit einer Alehefe oder Weizenbierhefe. Auch kommt manchmal Roggenmalz zur Anwendung. Daneben ist das Bier oftmals trüber als Weizenbier, was den Eigenschaften des Roggens zu verdanken ist. Der Roggenbier Geschmack hängt von der Herstellung sowie vom betreffenden Rezept ab. Für gewöhnlich wird das Aroma aber als säuerlich bis brotig beschrieben. Viele Genießer vergleichen dieses auch mit dem Geschmack eines Pumpernickelbrots. Dunkel ist nicht nur die Farbe des Biers, sondern auch des Schaums. Dieser erscheint außerdem grobporig. Da im Roggenbier Rezept mehr Fettsäuren enthalten sind, ist die Stabilität des Bierschaums stark herabgesetzt.

Roggenbier im Glas

So geht die Herstellung vonstatten

Je nach Roggenbier Herstellung, ist es beim Brauen möglich, eine große Bandbreite an Bieren und Aromen zu erzeugen. Dabei ist anzumerken, dass sich der Brauvorgang jenes Getränks nicht von den Getränken mit Gersten- oder Weizenmalzschüttung unterscheidet. Die Schüttung bezeichnet die Malzarten, welche der Brauer für das spätere Zusammenstellen der Biersorte verwendet. Je nach Brauanlage, kommt das Zwei- oder Dreimaischverfahren oder das Infusionsbrauverfahren zur Anwendung. Es kommt dabei zu einer gezielten Aktivierung der im Roggen enthaltenen Enzyme. Dadurch wird der Geschmack des Biers verstärkt. Die Vergärung findet bei der Hopfung und der Würzekochung statt.

Die Inhaltsstoffe im Überblick

Die Roggenbier Inhaltsstoffe können variieren. So kommt beim Brauen in der Regel Aroma- oder Bitterhopfen zur Anwendung. Je nach den Roggenbier Sorten, kommen Wiener oder Münchner Malz, Roggenmalz oder Roggen, Karamellmalz und häufig auch Weizenmalz zum Einsatz. Der Roggenbier Alkoholgehalt liegt zwischen 5,5 und 6 %Vol. Diese Roggenbier Prozent machen das Getränk zu einem mittelschweren Bier. Es handelt sich zudem um ein eher mildes, wenig herbes Erzeugnis, dessen Farbton zwischen Braun und Bernstein liegt.

Die Roggenbier Kalorien sind mit denen anderer Biersorten vergleichbar. So müssen Sie pro 100 Milliliter mit einem Gehalt zwischen 25 und 50 Kalorien rechnen. Diese Eigenschaft macht das Roggenbier zu einem eher kalorienhaltigen Genuss.

Das richtige Glas für Roggenbier

Das richtige Roggenbier Glas kann das Geschmacksprofil des Getränks deutlich hervorheben. Aus diesem Grund ist es notwendig, sich nach einem passenden Gefäß umzusehen. Diesbezüglich ist aber anzumerken, dass es keine exakten Vorschriften in Bezug auf das Glas gibt. Es ist lediglich darauf zu achten, dass der Behälter eine niedrige Temperatur aufweist.

Doch es haben sich mit der Zeit trotzdem einige Traditionen für den Genuss vom Roggenbier herauskristallisiert. So wird das Roggenbier gerne im sogenannten Pint serviert. Dieses Glas wird oftmals bis zum Rand befüllt, wobei man den Schaum abstreift. Da die Schaumbildung beim Roggenbier ohnehin etwas bescheidener ausfällt, erweist sich jenes Glas als gute Wahl – dies gilt vor allem dann, wenn das Roggenbier Englisch serviert wird. Natürlich ist es auch möglich, das Roggenbier in einem neutralen Glas zu servieren. Dieses ist auch als Willi-Becher bekannt und zeichnet sich durch etwas dünnere Wände aus. Einige Lokale füllen das Roggenbier auch in hohen, geschwungene Kelche ein. Die ideale Trinktemperatur liegt zwischen 8°Cund 14°C.

So maximieren Sie die Haltbarkeit

Wollen Sie die Roggenbier Haltbarkeit maximieren, sollten Sie dieses in einem kühlen, dunklen Raum lagern. Im Idealfall liegt die Temperatur dort zwischen 4°C und 7°C. Es spricht außerdem nichts dagegen, das Getränk im Kühlschrank aufzubewahren. Das Gefrierfach ist dafür übrigens nicht geeignet – sinkt die Temperatur unter den Nullpunkt, können Glasflaschen platzen, wodurch das Roggenbier ungenießbar wird.

Lagern Sie das Roggenbier korrekt, sollte es in einer unverschlossenen Flasche bis zu sechs Monate lang haltbar sein. Ein Starkbier, das durch einen hohen Alkoholgehalt gekennzeichnet ist, können Sie über mehrere Jahre hinweg lagern. Anders verhält es sich, wenn das Bier bereits geöffnet wurde. In diesem Fall müssen Sie dieses zeitnah aufbrauchen. Da es sich um ein Getränk mit Kohlensäure handelt, müssen Sie bereits nach wenigen Stunden mit deutlichen Geschmackseinbußen rechnen.

Nicht unbedingt müssen Sie beim Roggenbier das Mindesthaltbarkeitsdatum berücksichtigen. Lagern Sie es richtig, kann dieses getrost länger haltbar sein. Doch auch hier gilt: Probieren geht über Studieren. Anzeichen für ein verdorbenes Bier können ein langes Zischen beim Öffnen sowie ein unangenehmer Geruch sein.

Genießen Sie Roggenbier zum Essen

Natürlich können Sie das Roggenbier auch alleine genießen. Allerdings passt das Getränk hervorragend zu deftigen Speisen. Es hebt den Geschmack derselben hervor, wobei auch das Aroma des Bieres stärker zur Geltung kommt.

Da Roggenbier so gut zu Fleisch passt, ist es möglich, eine Marinade aus dem Getränk anzufertigen. Diesbezüglich steht Interessenten im Internet heute eine Vielzahl an Rezepten zur Verfügung. Bevor Sie eine Kochanleitung ausprobieren, sollten Sie einen Blick auf die verwendeten Zutaten sowie auf etwaige Bewertungen ehemaliger Anwender werfen.

Fazit – das Roggenbier als vielseitiges Getränk

Suchen Sie nach einem Bier, das sich durch einen vergleichsweise milden Geschmack auszeichnet und zu einer Vielzahl an Speisen passt? Dann sind Sie mit dem Roggenbier bestens beraten. Es handelt sich hierbei um ein malziges Getränk, das seine Aromen vor allem in Kombination mit deftigen Mahlzeiten entfaltet. Außerdem eignet es sich zum Zubereiten einer Marinade. All jene Eigenschaften machen dieses Erzeugnis zu einem vielseitigen Genuss.

© Gresei, ricka_kinamoto – stock.adobe.com

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.