Melange – Zubereitung, Unterschiede und Arten

Melange

Das Wort Melange leitet sich vom französischen “mélange” ab, was auf Deutsch übersetzt so viel wie “mischen” oder “Gemisch” heißt. Das zeigt schon, dass das Kaffeegetränk aus einer Mischung, besser gesagt aus einer Hälfte Kaffee und einer Hälfte heißer Milch “gemischt” wird. Melange Kaffee ist also immer ein Getränk aus Kaffee mit viel Milch. Sie wird entweder in einem großen Glas oder auch in einer großen Tasse serviert. In Deutschland ist die Melange als Milchkaffee bekannt.

Eine Melange besteht zu einem hohen Anteil aus Milch und wird vor allem am Morgen getrunken. Sehr gut eignet sich die Melange auch zum Entspannen am Nachmittag, denn sie ist durch die Beigabe von viel Milch eher schwach. Milch gehört für viele einfach zum Kaffee dazu. Deshalb ist die Melange oder auch der Milchkaffee weltweit so beliebt. Die Melange wird nicht überall gleich zubereitet. In den Niederlanden zum Beispiel, wird Eigelb mit Zucker zu einer schaumigen Masse verrührt. Diese Mischung wird anschließend mit Kaffee, Schlagsahne und manchmal auch Kakaopulver aufgegossen.

Melange, Cappuccino oder Latte Macchiato

Was unterscheidet die Melange von einem Cappuccino oder einem Latte Macchiato? Alle drei Getränke enthalten viel Milch und – natürlich – Kaffee. Im Folgenden sind die Unterschiede zwischen den verschiedenen Kaffeearten aufgelistet:

Der entscheidende Unterschied zwischen einer Melange und den beiden anderen Kaffeegetränken liegt in der Zubereitung. Die Melange ist der klassische Milchkaffee. Sie wird meist mit gewöhnlichem Kaffee zubereitet und besteht als fertiges Getränk zu 50% aus Milch und zu weiteren 50% aus Kaffee.

Melange Milchschaum
Der Milchschaum ist in jeder Form der Melange ein Genuss.

Die Milch ist in der Mischung warm und bildet, besonders bei der Wiener Melange, einen leichten Milchschaum. Ein Cappuccino besteht zu einem Drittel aus Espresso und zu zwei Dritteln aus Milch. Die Milch wird dabei aufgeschäumt und bildet einen cremigen, festen sowie warmen Milchschaum.
Der intensiver geröstete Espresso wird als jener Kaffee, der für die Melange verwendet wird, als erstes in die Tasse geschüttet, worauf anschließend die Milch und der Milchschaum gegossen wird. Dieser setzt dann eine Art weiße Haube auf den Kaffee. Gerne wird der Milchschaum mit Verzierungen oder Kakaopulver aufgepeppt. Mittlerweile treten im Kampf um die schönsten Muster im Milchschaum Kaffeekenner und -könner gegeneinander bei Wettbewerben an.

Der Latte Macchiato wird ebenfalls wie der Cappuccino, jedoch anders als die Melange, mit Espresso zubereitet. Er wird in ein großes, hohes Glas gegossen, in welchem seine drei gut erkennbaren Schichten zur Geltung kommen können. Zu Beginn wird dazu Milch geschäumt bis ein fester Milchschaum entsteht. Die heiße Milch kommt zuerst ins Glas, worauf anschließend der Milchschaum folgt. Erst zum Schluss wird der Espresso langsam durch den Milchschaum gegossen. Um den Milchschaum nicht zu zerstören, wird dazu mit dem Espresso ein ganz leichter Strahl gebildet. Die drei Schichten sind nun Milchschaum, Espresso und Milch.

Wiener Melange

Wien steht für Kaffeekultur. Diese hat sich bereits in den Lebensstil der Einwohner integriert. Die Wiener Melange ist, so sagt man, die älteste Kaffeespezialität aus Österreich und genauso wie die Sachertorte, die Mozartkugeln, das Wiener Schnitzel und der Kaiserschmarren weit über die österreichischen Grenzen hinaus bekannt. Die beliebte Melange wurde 1830 das erste Mal in der österreichischen Hauptstadt Wien verkauft und ähnelt einem Cappuccino. Charakteristisch für die Wiener Melange sind der Milchschaum, der dem fertigen Milchkaffee noch beigefügt wird und die große Tasse, in der sie serviert wird. Zur Wiener Melange wird entweder Zucker oder Honig zum Süßen serviert und die Melange je nachdem mit Zimt, Schokostreussel oder Kakao verziert.Wiener Melange Das Wort Melange für den Milchkaffee entstand daraus, dass am österreichischen Hof französische Mundart sehr beliebt war. Es wurden somit immer wieder Wörter daraus übernommen. Dass hinter der Wiener Melange ein Milchkaffee steckte, hörte man aus dem klangvollen Namen nicht heraus. Das Problem, welches seit dem Beginn der Liebe zur Melange zum Streitpunkt führt, ist die Süßung des Kaffees. Ob es nun Zucker oder Honig sein soll, wurde bis heute nicht geklärt.

Kaiser Melange und Melangemischung

Neben der Wiener Melange existieren unzählige Abwandlungen des Milchkaffees, die meist international zu finden sind. Die Kaiser Melange unterliegt einer aufwendigen Zubereitung und ist deshalb auch “kaiserlich”. Dem Kaffeegetränk wird Eigelb, Sahne und Weinbrand beigemischt, was einen einzigartigen Geschmack provoziert. Auf Grund ihrer aufwendigen Zubereitung wird die Kaiser Melange meist nur zu Festen serviert.

Die Melangemischung stellt ein wenig hochwertiges Gemisch aus Kaffee und billigen Zuckerstoffen dar. Sie ist von einer guten Melange nur sehr schwer zu unterscheiden. Hilfreich dabei ist das Lesen der Zutatenliste. Da viele verschiedene Synonyme zur Melange Existieren, wird die Melangemischung fälschlicherweise oft als originale Melange verkauft.

Fazit

Die Melange, welche in Deutschland als Milchkaffee bezeichnet wird, bildet in Österreich einen festen Bestandteil der Wiener Kaffeehauskultur. Die Wiener Melange, so wie sie in einem Restaurant auf “österreichisch” serviert wird, wird von dem beigefügten Milchschaum und den dazu servierten Zucker oder Honig charakterisiert. Sie hebt sich vom Cappuccino und Latte Macchiato durch ihre spezielle Zubereitung ab, jedoch gibt es unterschiedliche Arten eine Melange zu mischen. Beispiele dafür sind die Melange in den Niederlanden oder die Kaiser Melange. Welche dieser Melangen zählt zu Ihren Kaffee-Favoriten?

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