Whisky – Das Wasser des Lebens

Whisky

Die Ursprünge des Whiskys

Die Historiker sind sich bis heute nicht einig, ob der Whisky seinen Ursprung in Schottland oder in Irland hat, aber er blickt auf eine lange Geschichte zurück. Historisch gesichert ist, dass die christlichen Mönche im 5. Jahrhundert damit begannen, die Kelten zu missionieren und so die nötigen technischen Geräte und das Wissen mitbrachten, um die Herstellung von Arzneimitteln und Parfüm in der Region zu ermöglichen. Somit kursiert die Legende, dass es die Kelten waren, die das erste Mal ein Destillat aus klarem Wasser herstellten. Es wurde als aqua vitae oder auch uisge beatha bezeichnet. Das Wort Whisky taucht erstmals im Jahre 1736 auf, es Bedeutet “Wasser des Lebens”. Aufgrund der Tatsache, dass die Klöster zumeist das Zentrum der meisten Ansiedlungen waren und ebenso häufig Gasthäuser betrieben, verbreitete sich das Wissen über die Herstellung dieses Destillats und wurde mehrere Jahrhunderte weitergereicht. Die Erste urkundliche Erwähnung das aquavite ist im Jahre 1495 zu finden. Nachzulesen ist dies in den damaligen schottischen Steuerunterlagen. In dieser Zeit entstand eine Vielzahl an privaten Destillerien, in der die unterschiedlichen schottischen Klans ihren eigenen Whisky produzierten. Der Whisky fand seinen Weg nach Amerika durch die Besiedelung der Briten und Iren. Aufgrund der Tatsache, dass dort Gerste sehr schlecht wuchs, wurden von den Bauern in Nordamerika stattdessen Roggen und Weizen verwendet. Die ältesten Brennereien stehen in Maryland, Pennsylvania und Virginia.

Die Whisky Herstellung

Jeder Whisky schmeckt anders und damit die Vielfalt der Aromen gewährleistet ist, sind drei Einflussfaktoren von großer Bedeutung: der Herstellungsprozess, die Rohstoffe und die Fassreifung. Welcher dieser Faktoren aber den größten Einfluss auf das Ergebnis hat, ist bis heute nicht vollständig erforscht worden.

Die Rohstoffe

Der bedeutendste Rohstoff für die Whisky Herstellung ist Wasser. Die meisten Brennereien verwenden das Wasser aus einer nahen Quelle. Eine passende Standortwahl einer Brennerei ergab sich aus diesem Grunde meist aus der Lage zu dem speziell verwendeten Wasser. Die Güte des Wassers ergab sich aus dem Mineraliengehalt, dem Torfgehalt, der Härte des Wassers und der vorhandenen Mikroorganismen. Der wichtigste Rohstoff für den Herstellungsprozess ist Getreide. Es wird gemälzt oder ungemälzt verwendet. Für die meisten Whiskys ist gemälzte Gerste für den Geschmack verantwortlich. Gerste obliegt einer Qualitätseinstufung, die von eins bis neun reicht. Für die Herstellung von Whisky wird nur Gerste der Stufen eins bis drei verwendet, da diese sich als einziges für das Mälzen eignen. Des weiteren wird die Zutat Hefe verwendet. Trotz über hundert Arten von Hefe, eignen sich für die Whiskyherstellung nur wenige Sorten. Die am meisten verwendete Sorte ist Reinzuchthefe. Die Hefe dient dazu den Zucker durch Stoffwechsel in Alkohol und andere verwandte Stoffe zu verwandeln und somit dem Whisky weitere Aromen zuzufügen.

Whisky Herstellung Rohstoffe

Der Herstellungsprozess

Der Herstellungsprozess des Whiskeys verläuft in mehreren Schritten. Er unterscheidet sich aber je nach Brennerei und Herkunftsland. Als Erstes wird das Getreide vorbereitet, hauptsächlich handelt es sich hierbei um das Mälzen. In wenigen Fällen auch um das Kochen von Mais. Nach dem Mälzvorgang erfolgt das Schroten. Das Getreide wird zu Schrot gemahlen und danach im Maischbottich mit heißen Wasser gemischt. Hiernach erfolgt dann das Maischen. Hierdurch wird die Stärke in Malzzucker umgewandelt. Dadurch entstehen weitere Zuckerarten. Alle vergärbaren Zuckerarten sollen bei diesem Prozess extrahiert werden. Nach diesem Vorgang erfolgt die Gärung. Sie ähnelt dem des Bierbrauens. Der Unterschied besteht aber darin, dass er bei der Whiskyherstellung nicht keimarm verläuft. Die Maische, die nach der Gärung entsteht, hat nun in etwa einen Alkoholgehalt von fünf bis acht Volumenprozent. Nach der Gärung erfolgt die Destillation. Nach dem Durchlaufen der ersten kupfernen Brennblase entsteht Rohrbrand. Der Rohrbrand besitzt nun einen Alkoholgehalt von rund 20 Volumenprozent. Der Vorgang wird nun in der zweiten kupfernen Brennblase wiederholt. Durch die Destillation wird der Alkohol sowie der Großteil der Geruchs- und Geschmacksstoffe vom Wasser getrennt. Der nun entstandene Feinbrand wird vom Brennmeister in Vor-, Mittel- und Nachlauf getrennt. Der Mittellauf besitzt einen Alkoholgehalt von etwa 60 bis 75 Volumenprozent. Nun wird er zum Teil mit Wasser versetzt und zur Lagerung in Holzfässer gefüllt.

Die Fassreifung

Nun folgt die Fassreifung. Die Reifung im Holzfass ist verantwortlich für 60 bis 80 Prozent des Whiskygeschmacks. Auch hier bestimmen mehrere Faktoren den Prozess. Zu beachten sind die Holzart, die frühere Nutzung des Fasses, das Mikroklima, die Dauer der Reif, die Bauart und geographische Lage des Lagerhauses.

Whiskey Lagerung Fass

Die bekanntesten Whisk(e)y Sorten

Bourbon

Diese Whiskey Sorte wird ausschließlich in den USA produziert. Der Name dieser Sorte leitet sich von Old Bourbon ab. Es handelt sich hierbei um eine traditionelle Whiskey-Region in Kentucky. Der Bourbon zeichnet sich noch durch andere Besonderheiten aus. Die Bezeichnung Bourbon Whiskey darf nur verwendet werden, wenn er zu wenigstens aus 51 % aus Mais hergestellt wurde und weniger als 80 % Alkohol besitzt. Er muss des weiteren mindestens zwei Jahre in ausgekohlten Eichenfässern lagern. Dies gibt ihn den speziellen Aroma. Er besteht meist aus Roggen oder Gerste. Die bekannteste Marke im Bereich Bourbon ist Jim Beam. Des weiteren gibt es Makers Mark Red Seal oder auch Wild Turky.

Ein Tennessee Whiskey ist ebenso ein Bourbon. Er unterscheidet sich dadurch, dass er wie der Name schon sagt, nur in Tennessee gebraut werden darf und er eine Filtration durch Holzkohle durchlaufen muss. Er besteht aus mindestens 51 % Maisanteil und 20 % Weizen, Roggen oder Gerste. Der meistverkaufte Tennessee Whiskey ist Jack Daniel´s.

Single-Malt-Whisky

Der in der Kurzform Single Malt genannte Whisky zeichnet sich durch zwei Besonderheiten aus. Zum einen, dass er nur aus einer einzigen Brennerei stammen darf, sprich kein Verschnitt aus mehreren Whiskysorten ist und zum anderen wird als Getreide ausschließlich gemälzte Gerste verwendet. Der Namenszusatz Single Malt wird als Prädikat interpretiert und zeichnet so einen besonders hochwertigen Whisky aus. Eine weitere Besonderheit dieser Whiskyherstellung ist, dass er besonders lange lagert. Die Reifezeit beträgt oft mindestens ein Jahrzehnt oder gar länger. Auch wenn der Single Malt aus einer Brennerei stammt, kann er durchaus eine Mischung aus mehreren Fässern einer Destillerie sein. Hierdurch kann zum Beispiel ein gleichbleibender Geschmack, respektive Geruch erzielt werden. Die Alters- respektive Jahresangabe auf der Flasche bezieht sich dann in dem Falle auf das jüngst verwendete Fass. Die typische Farbe dieses Getränks wird durch die Zugabe von Zuckerkulör erzielt. Damit der Single Malt gut zu trinken ist, wird er meist mit Brauwasser auf Trinkstärke herabgesetzt. Der Alkoholgehalt muss aber dennoch laut EU-Verordnung (Nr. 157/89) mindestens 40 Volumenprozent betragen. Einen Single Malt trinkt und genießt man am besten mit weichem Quellwasser. Die Temperatur des Getränkes sollte sich auf Zimmertemperatur befinden. So entfalten sich am besten die komplexen Geschmacksnuancen. Ursprünglich stammt der Single Malt aus Schottland, er wird aber ebenso in Irland oder gar Japan hergestellt. Besonders die Japaner sind gerade auf dem Vormarsch, was die Vorherrschaft der Whiskybranche angeht. Ihre Whiskys sind in den letzten Jahren ganz vorne in den Top-Ten-Listen zu finden. Sogar die größte Whisky-Brennerei der Welt befindet sich im japanischen Osaka.

Wo kann man guten Whisky kaufen?

Einen guten Whisky kaufen kann man zum Beispiel im Internet. Hier finden sich zahlreiche gute Seiten, auf denen ein breites Repertoire an Whisky Sorten angeboten wird. Seiten wie www.whiskyworld.de oder www.whisky.de bieten ein großes Angebot an, auf denen für jeden Geschmack etwas dabei ist. Des Weiteren gibt es viele Fachhändler, die passende Verköstigungen anbieten, sodass ein eigenes Bild vom Whisky gemacht werden kann, bevor er erworben wird. Ebenso lassen sich aber auch gute Whisky Sorten in jedem gut aufgestellten Supermarkt finden. Je nach Belieben und Geschmack lassen sich so die passenden Produkte finden.

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